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„Brüder der Nacht“ antwortet Elendserzählungen und ihren Viktimisierungstendenzen mit einem – nicht nur ästhetisch – radikalen Gegenentwurf … Auf Chihas Illusionsbühne werden die Stricher zu Erzählern und Akteuren schrecklich-schöner Außenseitergeschichten, deren Regeln allzu oft von anderen geschrieben werden.“
Der Standard, Esther Buss

 

„Die Schönheit des Films liegt darin, in stimmigen Bildern zu zeigen, wie sich die Bulgaren gegen die Demütigung wehren. Wie Treue, Hilfe und Vertrauen zu wichtigen Stützen werden … „Brüder der Nacht“ zeigt ein hartes, schönes Leben. Niederlagen und Siege sind hier keine individuellen Erfahrungen: Im Film zumindest gibt es nur Gemeinschaftserlebnisse … Ein Film, der mehr über Entwurzelung, Fremde und Neuanfänge erzählt, als jede Nachrichtensendung.
ORF Ö1, David Baldinger

 

„Die sanfte Fiktionalisierung unterschlägt nichts von der prekären beruflichen Realität der Sexarbeiter, kommt ihr wahrscheinlich sogar näher, als es klassischen Interviews gelingen könnte. Sie behandelt weniger den Stricher-Alltag selbst als die Art, wie die Männer damit umgehen. Viele haben nicht damit gerechnet, dass sie in Österreich tun würden, was sie tun, manche haben in Bulgarien Frau und Kind zurückgelassen. In gewisser Hinsicht ist ihr neues Leben tatsächlich ein Rollenspiel – nur ein so dauerhaftes, dass es sie wirklich verändert. „Brüder der Nacht“ spürt diesen Veränderungen nach, ohne über sie zu urteilen: ein kleines Werk von großer Empathie und Solidarität.“
Die Presse Andrey Arnold

 

 

„Es ist ein großer Film der Lust [...]“ (Patrick Holzapfel, B-Roll, kino-zeit.de) 

 

„Statt von oben herab Sozialkritik zu predigen, bietet Chiha diesen Menschen einen Bühne zur Selbstinszenierung, lässt sie im schummrigen Rotlicht (Wunsch-)Identitäten ausagieren, in Lederjacken und Matrosenhemden streiten und zärtlich sein – eine spielerische Milieustudie, die von Herzen und über die Lüge zur Wahrheit kommt.“ (Andrey Arnold, Die Presse)

 

„Ohne sich von der sozialen und wirtschaftlichen Gewalt ihrer Situation zu entfernen, erlaubt die Künstlichkeit jenseits des Themas, eine Wahrheit zu erreichen, wo Wirklichkeit und Fiction ineinander verschmelzen.“ (Jean-Sébastien Chauvin, Cahiers du Cinéma)

 

„Man weiß nicht, wie es Patric Chiha geschafft hat, dass sich die Burschen ohne Maske zeigen und so offen alles über die schamlosen Verhandlungen mit Kunden erzählen.“ (Didier Péron, Libération)

 

„Unser virtueller Goldener Bär der Nebenschienen ist ‚Brüder der Nacht’ ... Die Burschen haben eine beeindruckende kinematographische Präsenz, eine unglaubliche Gewandtheit mit Wörtern zu spielen, sie werden in rosa, roten, blauen Lichter gefilmt und die Musik ist wunderschön. Der Film erinnert an keine Geringeren als Fassbinder, Pasolini oder Kenneth Anger ... Ein Film von wilder Schönheit!“ (Serge Kaganski, Les Inrocks)

 

„The documentary never tries to preach any kind of ethical message; there’s no overarching voice demonising or elevating the world’s oldest profession here – even the discussions between the men about hustling their customers are presented without judgement. The film needs no all-encompassing moral overtones, it’s simply presenting a stark image of life and of people who have stumbled into something they’d never imagined themselves doing.“ (Amelia Hopkins, The Upcoming)

 

„Traumhaft-verrucht und zärtlich surreal … Ein durch und durch ehrlicher, zugleich aber auch magisch entrückter Film – hätte Rainer Werner Fassbinder eine Dokumentation über Wiener Stricherjungen gedreht, würde sie wohl so ähnlich aussehen …“ (Christoph Petersen, filmstars)

 

 

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Brüder der Nacht Bild 3

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